Was haben wir gemacht?
Wir sind in den Wald gegangen und haben mit Stahlkappenschuhen und mit Spaten spätblühende Traubenkirschen ausgegraben.

Warum war unser Einsatz nötig?
Die Traubenkirsche kommt ursprünglich aus Amerika. Sie wächst sehr schnell und wenn sie groß ist, lässt sie kein Licht mehr auf den Boden, wo kleine Eichen und Buchen wachsen könnten. Sie nimmt auch Mineralstoffe und das Wasser aus dem Boden, sodass die einheimischen Pflanzen schlecht wachsen können. Es wurde auch nachgewiesen, dass die Traubenkirschen Gift über die Wurzeln in den Boden abgeben. So können die Jungpflanzen der Buchen und Eichen schlecht wachsen.

Welche Gründe gibt es dafür, dass sie sich überhaupt angesiedelt hat?
Nach dem II. Weltkrieg wurde viel Brennstoff aus dem Wald geholt und es gab bald keine Pflanzen mehr in den Berliner Wäldern. Förster Storbeck hat uns erzählt, dass jemand auf die Idee kam, die Traubenkirsche nach Deutschland zu holen, da sie so schnell wächst. Sie wird auch schnell zersetzt und bildet so Humus. Wenn der Boden humushaltig ist, können einheimische Pflanzen besser wachsen. Dabei dachten die Menschen allerdings nicht daran, dass die Traubenkirsche Früchte bildet und sich deshalb schnell fortpflanzt und somit Konkurrentin für einheimische Bäume ist. Außerdem ist es nicht gut, wenn im Wald nur eine Baumart wächst. Denn wenn einen Baum eine Krankheit befällt, wäre in kurzer Zeit der ganze Wald infiziert. Deshalb braucht man eine Artenvielfalt. Besonders stolz waren wir deshalb, als wir im Team einen großen „Mutterbaum“ ausgegraben haben.

N.B. Klasse 7c